Weltklasse-Faustball
und kaum überbietbare Dramatik – das waren die Zutaten, von denen sich
die 450 Fans in der restlos ausverkauften Bezirkssporthalle Kremsmünster
zu Begeisterungsstürmen hinreißen ließen. Fest steht: Dieses
Hallen-„final four“ bleibt unvergessen. Dank des phänomenalen
Endspiels zwischen Titelverteidiger ASKÖ FBC Linz-Urfahr und
Grundduchgangssieger TuS Volksbank Kremsmünster. Und aufgrund der
unvergleichbaren Stimmung auf den Rängen – damit wurde sogar das
bislang unerreichte Europacup-Finale in Kremsmünster noch um eine Spur übertroffen.
Die
Spieler aus Linz und Kremsmünster sind derzeit weit über ihre
Konkurrenten zu stellen. Das sah man bereits am Halbfinaltag. Vor etwa 350
Zuschauern dominierten die Favoriten in meist einseitigen Spielen klar.
Einzig Serienmeister ÖTB Neusiedl konnte dem Titelverteidiger wenigstens
in einem Satz ein Bein stellen. Das Überraschungsteam aus Münzbach war
gegen die Hausherren hingegen klar überfordert. Und auch im kleinen
Finale kamen die Mühlviertler nie auf Touren, verloren gegen Neusiedl
deutlich 0:2.
Sensationell
hingegen das Endspiel. Das beste Hallenfaustballspiel in Österreichs
Bundesliga-Geschichte bewies einmal mehr, wie attraktiv dieser Hallensport
sein kann: Knallharte Schläge, gefühlvolle Schupfer, dynamische
Blockszenen, sensationelle Abwehrleistungen, geradezu unglaubliche
Reaktionen in der Ballannahme und jede Menge Emotionen, wie die Attacke
von Urfahrs Dietmar Weiß an TuS-Angreifer Klemens Kronsteiner nach einem
Schiedsrichter-Fehlpfiff – mit dieser Mischung wird man auch in Hinkunft
Begeisterung in ausverkauften Hallen erleben dürfen.
Linz-Urfahr,
die Nummer eins der Welt, ist ein würdiger Staatsmeister. Kapitän Martin
Weiß sicherte seiner groß aufspielenden Fünf mit einem Energieanfall im
Entscheidungssatz und mehreren Service-Assen die Goldmedaille. Für das
junge TuS-Team blieb daher trotz einer Weltklasse-Leistung nur Silber.
Klar, dass es da Tränen gab.
Begeistert
von den Darbietungen der Spieler war auch eine fünfköpife Fachjury –
Teamchef Ernst Almhofer, Ex-Jugendteamtrainer Jonny Gruber, Sportreferent
Gerhard Obernberger, Star-Schiedsrichter Karl Hinterreiter und
Vizeweltmeister Michael Raffaseder – von der die Topspieler gewählt
wurden: Bester Angreifer Klemens Kronsteiner (Kremsmünster), bester
Zuspieler Markus Fels (Neusiedl), bester Abwehrspieler Christian Zöttl
(Kremsmünster).
ENDSTAND
1.
ASKÖ FBC Linz Urfahr
2.
TuS Volksbank Kremsmünster
3.
ÖTB Martin Sepp Neusiedl/Zaya
4.
Union Greisinger Münzbach