Der Titelverteidiger stolpert in Halbfinale-Krimi an Grieskirchen
Mit
großen Erwartungen war der TUS Volksbank Kremsmünster in das Hallen-Finale
gegangen – einigermaßen enttäuscht standen Kapitän Dietmar
Winterleitner und seine Mitspieler nach dem Finalwochenende zwar nicht mit gänzlich
leeren Händen, aber doch „nur“ mit der Bronzemedaille da.
Bereits
im Halbfinale gab es für den Titelverteidiger ein böses Erwachen. Außenseiter
Grieskirchen stellte dem TUS überraschend ein Bein: 3:2 (15:9, 15:12,
13:15, 8:15, 15:10) endete die Partie, die Kremsmünster ins kleine Finale
verbannte. Der Grundstein zur Niederlage der vor allem zu Beginn im Angriff
harmlosen Kremstaler wurde bereits im zweiten Satz gelegt: Da vergab der TUS
leichtfertig eine 11:7-Führung. Dafür brachte sich Kremsmünster im
dritten Satz mit einer sensationellen Aufholjagd nach 7:13-Rückstand wieder
zurück ins Spiel. Im Entscheidungssatz fehlte Klemens Kronsteiner, der ab
Mitte des dritten Satzes im Angriff auf sich alleine gestellt war, dann die
Kraft. Und auch seine Mitspieler konnten der Partie keine Wende mehr geben.
Im
kleinen Finale gegen Askö Linz-Urfahr rehabilitierten sich Winterleitner
und Co dann ein wenig: Mit dem 2:0 (15:5, 15:10)-Sieg bestätigten sie ihre
fulminante Erfolgsserie in der Bundesliga. Dennoch ist Bronze für die überragende
Mannschaft dieser Hallensaison nur ein schwacher Trost. Den
Staatsmeistertitel eroberte bereits zum zehnten Mal ÖTB Neusiedl/Zaya. Im
Endspiel setzten sich die Niederösterreicher gegen Grieskirchen knapp 3:2
durch.
TUS-Kader:
Reinhard Hübner, Klemens Kronsteiner (Angriff), Georg Kerbl, Siegfried
Simon, Josef Stadlhuber, Haymo Valtiner, Dietmar Winterleitner, Gerald
Winterleitner (Zuspiel und Abwehr).