Rücktritte / Kronsteiner nimmt sich Auszeit, Neller wirft Handtuch beim Staatsmeister

"Urgestein" Ahrens ist neuer Trainer beim TuS 

Knalleffekt bei Hallen-Staatsmeister TUS Volksbank Kremsmünster: Trainer Winfried Kronsteiner nimmt sich nach zwei Meistertiteln in Folge eine Auszeit zumindest bis zum Beginn der nächsten Hallensaison. Und auch Coach Reinhold Neller wirft nach mehr als 15 Jahren das Handtuch. Nachfolger der beiden ist TuS-Evergreen Peter Ahrens. Er war bereits im Meisterjahr 2001 kurzfristig eingesprungen und gemeinsam mit Neller als Trainer tätig gewesen. Er wird Kremsmünsters Bundesligateams vorläufig bis 15. August betreuen.
"Der Rücktritt Kronsteiners hat mich überrascht, jener Nellers war absehbar", sagt Ahrens, der sich in den vergangenen fünf Jahren um den TuS-Nachwuchs gekümmert hatte, "für mich war sofort klar, dass ich in dieser Situation einspringe. Es ist eine Herausforderung für mich und eine für den Verein!"

Seine Ziele definiert der zweifache Staatsmeister (1984 am Feld, 1991 in der Halle) klar: Das Play-off in der 1. Bundesliga erreichen, aus den hervorragenden Einzelkämpfern ein homogenes Team formen und vor allem die eigenen Talente über die 2. Bundesliga vorsichtig an die Spitze heranführen. "Ich will den Verein wieder auf eine breitere Basis stellen", sagt Ahrens, "ganz wesentlich sind für mich die Gemeinsamkeit und die Stärkung des Nachwuchses."

Den neuen Trainer drücken allerdings schon vier Wochen vor dem Frühjahrsauftakt Sorgen: Kapitän Sigi Simon laboriert an einer chronischen Leistenverletzung und fällt vermutlich die gesamte Vorbereitungszeit aus. Und mit Robert Tapler hat ein Spieler der Meistertruppe den Verein in Richtung seiner Heimatstadt Graz verlassen. Ahrens: "Eines ist für mich ganz klar: Wenn Kronsteiner wieder kommt, dann steige ich auf jeden Fall zurück und kümmere mich wieder um Kremsmünsters Nachwuchs!"