Gesamte Weltelite hinter sich gelassen

TUS gewinnt das Weltturnier in Jona souverän

 

Ein Rätsel zu Beginn: Was haben die Faustball-Stars Martin Becker, Stefan Lebert, Niels Pannewig, Dirk Schachtsiek, Cyrill Schreiber, George Schuch und Martin Weiß gemein?

Der geneigte Kremsmünster-Fan wird es an der Schlagzeile erkannt haben: Richtig, sie alle konnten eine teils entfesselt spielende TUS-Fünf nicht am Sieg bei einem der am besten besetzten Tuniere der Welt in Jona (CH) hindern.

 

Bereits beim Nationalmannschaftsturnier der weltbesten 4 Teams am Donnerstag war zu erkennen, dass die TUS-Teamspieler in großartiger Form sind: Klemens Kronsteiner und Christian Zöttl hatten entscheidenden Anteil an dem österreichischen Sieg ohne eine einzige Niederlage.

 

In gleicher Tonart ging es am Samstag in Jona weiter: Die Vorrundengruppe wurde ohne Niederlage gewonnen, obwohl etwa mit TK Hannover beinahe das gesamte deutsche Nationalteam gegenüber stand, als Gruppen-Erster zog man in eine hochkarätige Zwischenrundengruppe ein, in der Stadlhuber und Co. morgens gegen Urfahr eine unnötige Niederlage einstecken mussten.

Dann aber erwachte der Kampfgeist neu, alle anderen Spiele wurden klar gewonnen, ein Sieg mit 11 Bällen Differenz gegen das Schweizer Spitzenteam aus Elgg bedeutete sogar noch den Gruppensieg und den Einzug in das Semifinale, in dem man auf den Schweizer Meister KTV Widnau traf.

Und hier wurde ein Mann zum Match-Winner, der eine lange Durststrecke hinter sich hat: Georg Kerbl, der durch den Urlaub von Siegi Simon diesmal ein Comeback auf der angestammten Mittelposition feierte, entschärfte unzählige Angriffe der Schweizer und leitete die Angriffe des gut harmonierenden Angriffsduos Kronsteiner/Roschitz mit punktgenauem Zuspiel ein, sodass der Einzug ins Finale perfekt war.

 

Im Finale traf man dann etwas unerwartet auf Urfahr-Bezwinger Guarani Blumenau und anfangs sah es so aus, als ob die TUS-Fünf den Anstrengungen der letzten Tage Tribut zollen müsste: Ungenaue Abwehr- und Zuspielaktionen und jede Menge Service-Fehler ermöglichten den brasilianischen Gegnern einen einfachen Satzgewinn. Aber wie so oft in letzter Zeit zogen sich die Kremsmünsterer am eigenen Schopf aus dem Faustball-Sumpf: Das Service des Brasil-Teams wurde durch freches Defensivverhalten in den Griff gebracht, die Angriffe funktionierten besser und nach etwa einer Stunde stand einer der größten Erfolge der Vereinsgeschichte fest: Der TUS etabliert sich mitten in der absoluten Weltspitze.

 

„Es macht großen Spaß, Kapitän einer solchen Mannschaft zu sein. So wie sich meine Mitspieler im Augenblick präsentieren, werden wir noch viele Erfolge feiern können,“ meinte der überglückliche Pepi Stadlhuber, der seiner persönlichen Erfolgsgeschichte auch diesen Titel noch hinzufügen konnte. „Danke auch an Gastspieler Wolfi Roschitz. Er hatte als Rückschläger einen riesigen Anteil an diesem Sieg!“

 

Finale: TUS Volksbank Kremsmünster – Guuarani Blumenau 2:1 (7:15, 15:10, 15:11)

 

TUS-Kader: Klemens Kronsteiner, Wolfgang Roschitz, (Winfried Kronsteiner) (Angriff), Roman Grimus, Georg Kerbl, Josef Stadlhuber, Christian Zöttl (Abwehr und Zuspiel)

  

Und noch ein Rätsel zum Schluss:

 

Mit welchem 3-buchstabigen und vom Vereinsnamen nur anfänglich abweichenden brasilianischen Star wurde der sporadisch spielende Kremsmünster-Trainer Winnie Kronsteiner ob seiner Zuspielkünste von Zaungästen scherzhaft verglichen?

 

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