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Ergebnis: 2
: 3 ( 15:9, 15:10, 13:15, 7:15, 12.15 )
Schiedsrichter:
Karl Hinterreiter
FBC
Linz Urfahr:
Martin
Weiß, "Boca" Jean Kauling, Wolfgang Weiß,
Stefan
Rittberger (Angriff)
Stefan
Bocksrucker, Norbert Zauner, Harald Pühringer, Wolfgang Ortner (Abwehr
und Zuspiel )
Trainer/Coach:
Manfred Leitner, Reinhold Aichbauer
TuS
Volksbank Kremsmünster:
Klemens
Kronsteiner, Reinhard Hübner, Dietmar Winterleitner (Angriff )
Christian
Zöttl, Haymo Valtiner, Siegfried Simon, Georg Kerbl, Josef Stadlhuber
(
Abwehr und Zuspiel )
Trainer
/ Coach: Winfried Kronsteiner, Reinhold Neller
Spielbericht:
1.
Satz:
Vor
komplett voller Zuschauertribüne beginnt der Kampf der beiden besten
Teams Österreichs um die Hallenkrone. Kremsmünster zeigt sich anfangs
dem Erwartungsdruck gewachsen und geht rasch 4:1 in Führung. Martin Weiß
muß daher beim Service und Rückschlag mehr als bisher riskieren, was ihm
aufgrund seiner Erfahrung auch gelingt - Urfahr gleicht zum 4:4 aus.
Allgemein ist der Titelverteidiger gegenüber dem Vortag nicht
wiederzuerkennen - die Linzer sind wie immer da, wenn es um den
Meistertitel geht. Auch die Hereinnahme von Routinier Stefan Bocksrucker
bringt mehr Ruhe ins Aufbauspiel. Urfahr versucht nun mit variantenreichem
Service zum Erfolg zu kommen. Kremsmünster zeigt Wirkung und verliert die
bisherige Abgeklärtheit und damit den nötigen Druck im Spiel - der
Titelverteidiger kann sich bis auf 11:7 absetzen. Eine Fehlentscheidung
des Schiedsrichters zum 12:7 verstärkt den Druck auf die Heimischen
zusätzlich. Der TUS erhöht nun das Risiko nochmals, doch Urfahr hält
dagegen und erreicht bei 14:8 den 1:Satzball. Die Heimmannschaft kann
einmal abwehren, aber letztlich den ersten Satz mit 15:9 an den
Titelverteidiger abgeben.
2.
Satz:
Die
Kremstaler müssen nun noch mehr zusetzen, das gelingt aber nur teilweise
- auf schön herausgespielte Punkte folgen Eigenfehler. Der Meister kann
abwarten, bis sein bester Mann, Martin Weiß, die Bälle optimal serviert
bekommt und punktet somit ohne großes Risiko. Kremsmünster dagegen muß
den
Druck weiter erhöhen, was die Gefahr von Eigenfehlern ansteigen läßt.
Es wird Punkt um Punkt spannender - der psychologisch wichtige
Satzausgleich steht für den Herausforderer auf dem Spiel - die Fans
scheinen das zu spüren und feuern Ihre Mannschaft trotz dem nicht
optimalen Spielaufbau unvermindert an. Urfahr nimmt nun Klemens
Kronsteiner taktisch aus dem Spiel und ist damit erfolgreich - die
Rückschläge von Christian Zöttl haben nicht die gewünschte Wirkung und
auch Urfahrs Abwehr steigert sich mit ihrem Kapitän.
Der
Meister spielt ruhig und abgeklärt, macht die notwendigen Punkte und
führt bald 10:6. Kremsmünsters Betreuerduo reagiert mit der Einwechslung
von Dietmar Winterleitner für Josef Stadlhuber, um den Angriff
zusätzlich zu verstärken. Doch die junge Mannschaft zeigt leider wieder
einmal Nerven - Urfahr nützt dies eiskalt aus und setzt sich bis 12:7 ab.
Nun funktioniert auch die Abwehr und das Zuspiel der als Favoriten
gehandelten Kremstaler nicht wie gewohnt, die Folge ist der Satzball für
Urfahr beim Stand von 14:8. Zweimal können die Heimischen mit enormen
Einsatz noch abwehren, aber mit 15:10 legen die Linzer den Grundstein für
die erfolgreiche Titelverteidigung.
3.
Satz:
Kremsmünsters
Mannschaft steht mit dem Rücken zur Wand, kann nun endlich die gestern
gezeigte Leistung abrufen und führt rasch 5:1. Aber ein weiterhin in
Topform agierender Martin Weiß und unerzwungene Fehler lassen den
Vorsprung wieder schrumpfen - die Linzer können zum 5:5 ausgleichen. Die
treuen Fans unterstützen die Heimmannschaft mit allen Mitteln, die
Mannschaft dankt es mit vollem Einsatz und Kampf um jeden Ball.
Super-Abwehrleistungen des TUS und ein Mißverständnis von Weiß und Boca
bringt einen 7:5 Vorsprung. Klemens Kronsteiner verabsäumt es, Martin
Weiß mehr als bisher zu beschäftigen - Klasse-Angriffe bringen wieder
den Ausgleich zum 7:7. Die Spannung steigt von Punkt zu Punkt -
Hallenfaustball auf höchstem Level wird geboten. Diez Winterleitner
gelingt ein wichtiger Punkt zum 9:7 - eben auf der Seite von Martin Weiß.
Nun zeigt auch der regierende Meister erstmals Nerven - Servicefehler zum
10:7. Der TUS nützt den nun fehlenden Druck - Punktschlag zum 11:7. Ein
Leinenduell wird zugunsten der Kremstaler entschieden, der
Titelverteidiger kontert - Stand 12:9. Klemens Kronsteiner zeigt jetzt
Nervenstärke und erhöht mit druckvollem Service und einem gefühlvollen
"Schupfer" nach außen auf 14:9. Dramatik pur im Finish: Erst
den fünften Satzball können die Kremsmünsterer verwerten - die Chance
lebt. 4.Satz: Nun
geht es um alles. Kremsmünster scheint sich nervlich zu stabilisieren und
Urfahr verliert etwas die Souveränität. Hochklassige Bälle bringen die
Halle zum Kochen und die Heimischen 5:0 in Führung. Urfahr nimmt ein
taktisches Time-Out, um den Spielfluß des Gegners zu brechen. Einen
unnötigen Fehler von Christian Zöttl bessert Klemens Kronsteiner mit
sensationellem Block zum 6:1 aus- ein sichtbarer Ruck geht durch die junge
Mannschaft des TUS. Nun funktioniert auch das Zuspiel besser- Punktschlag
zum 7:1. Martin Weiß erhöht das Risiko - Servicefehler zum 8:1 und gibt
darauf die Verantwortung an Boca ab. In der Folge absoluter
Weltklassefaustball auf beiden Seiten - Abwehr, Zuspiel, Block, Angriff -
die Fans sehen die schönsten Bälle. Es geht hin und her, aber immer mehr
zugunsten des Herausforderers - Kremsmünster meldet wieder
Anspruch auf den Titel an - Zwischenstand: 12:4. Der Meister antwortet
sofort und holt zwei Punkte zum 12:6 auf. Ein scheinbar verunglücktes
Zuspiel kann Klemens Kronsteiner zum 13:6, ein gelungenes zum 14:6
verwerten - plötzlich läuft es bei den Kremstalern. Jetzt braucht der
TUS nur mehr zwei Satzbälle, um zum 2:2 in Sätzen auszugleichen. Die
Entscheidung fällt im letzten, fünften Satz - ein würdiger Abschluss 5.
Satz: Kremsmünster
kann zu Beginn den psychologischen Vorteil der Aufholjagd nicht wirklich
nutzen. Man merkt beiden Teams an, dass jeder Punkt entscheidend ist. Alle
Akteure sind voll konzentriert, motiviert und zeigen Top-Leistungen.
Urfahr agiert zu Beginn etwas glücklicher und geht 4:2 in Führung.
Diesen Auftrieb nutzen die Linzer mit Ihrer Routine und ziehen mit einigen
Super-Punkten auf 7:3 davon. Die Heimischen zeigen absolute Moral und
können durch eigene Leistung und nicht zuletzt durch zwei Servicefehler
von Martin Weiß wieder aufschließen - 8:7. Die Spannung und die Klasse
des Spiels erhöht sich von Minute zu Minute. Das kurz wieder ausgefallene
Aufbauspiel des TUS wird wieder besser - Ausgleich zum 9:9. Bei einem
wunderschön anzusehenden, korrektem Block verletzt sich Martin Weiß. Die
Hoffnung der Fans von Kremsmünster, dass dieser Schock den
Titelverteidiger lähmen könnte, erfüllt sich leider nicht. Der
Brasilianer in den Reihen der Linzer, Boca, zeigt nun seine Klasse und
feuert unbeeindruckt drei, unhaltbare Bälle ab - 12:9 für Urfahr. Die
Betreuer des TUS reagieren mit Time-Out. Die Rechnung geht auf - drei
Super-Angriffe bescheren dem Herausforderer den Ausgleich zum 12:12 - die
Spannung und die Stimmung in der Halle ist nun nicht mehr zu überbieten -
jeder Punkt, jeder Fehler kann die Vorentscheidung bringen. Kremsmünster
legt vor - Winkelschlag von Kronsteiner zum 13:12. Ein Sicherheitsservice
auf Kronsteiner, ein sauberes Zuspiel bringt Christian Zöttl an die
Leine, er läßt sich die Chance nicht entgehen und verwertet zum
14:12. Bezeichnend
für die gesamte Steigerung des TUS - der erste Matchball wird unter dem
Jubel der Fans zum Sieg und Meistertitel nach 2001 verwertet. Unternehmen
Titel erfolgreich abgeschlossen. Fazit: Eines
der besten Finalspiele in der Geschichte des Final-Four. An Spannung,
Dramatik und Klasse schwer zu überbieten. Beide
Teams haben Werbung für unseren Faustballsport gemacht, nicht zuletzt
durch die grandiose Unterstützung der Fans.
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